
Die Geschichte von KAN
KAN ist aus einem Weg entstanden, der in der bildenden Kunst begann und sich über Innenarchitektur, Bauleitung und Architektur zu einer eigenen räumlichen Haltung entwickelte. Die frühen Erfahrungen in Korea prägten ein Gespür für Material, Licht, Atmosphäre und handwerkliche Umsetzung. Das Architekturstudium und die langjährige Berufspraxis in Deutschland erweiterten diesen Blick um Planungstiefe, Konstruktion und den verantwortungsvollen Umgang mit gebautem Raum. So verbindet KAN künstlerische Sensibilität mit architektonischer Präzision — und versteht Architektur als Brücke zwischen koreanischer und deutscher Kultur, zwischen Funktion, Alltag und Lebensqualität.
1993–2000
Bildende Kunst, Jeonbuk National University, Südkorea
Studium der bildenden Kunst mit Schwerpunkt auf Raum, Material, Licht und Atmosphäre. Diese künstlerische Ausbildung bildet bis heute eine wichtige Grundlage meines architektonischen Denkens.
Gruppenausstellungen Malerei und Druckgrafik 2001-2002
1995–2000
Von der Kunst zur Innenarchitektur
Während des Studiums der bildenden Kunst begann ich im Bereich Innenarchitektur und Ladenbau zu arbeiten. Aus einer studienbegleitenden Tätigkeit entwickelte sich eine leitende Rolle im Retaildesign, in der ich künstlerische Kreativität in reale Raumkonzepte übersetzen konnte — zwischen Kunst, Material, Licht und gebauter Atmosphäre.
1998–2000
AS Innenarchitekten, Jeonju, Korea
Tätigkeit im Bereich Retaildesign und Ladenbau, später als Teamleiter.
Schwerpunkte: Innenarchitektur, Ladenbau, Mural Painting und gestalterische Umsetzung von Raumkonzepten.
2000–2002
Eco House Co. LTD, Gwangju, Korea
Nach dem Erwerb einer fachlichen Qualifikation im Bereich Architektur wechselte mein Schwerpunkt in die Baupraxis. Als Bauleiter betreute ich öffentliche und private Projekte in Ausführungsplanung, Bauleitung und Objektüberwachung. Diese Zeit bildet den Übergang von der Innenarchitektur zur Architektur: vom gestalterischen Raumdenken zur konkreten baulichen Umsetzung
Neubau Haus YOO in Yongin, Innenausbau Sampoong-Apartment Seoul, Umbau Büro AI Communication Seoul, u.a. zahlreiche weitere Projekte.
2004–2010
Architekturstudium, Technische Universität Darmstadt
Studium der Architektur an der Technischen Universität Darmstadt.
Abschluss als Diplom-Ingenieur Architektur
Wettbewerb Schlosskirche Darmstadt, 2009 – 1. Platz
Diplomarbeit bei Prof. Manfred Hegger mit Schwerpunkt nachhaltiges und energieeffizientes Bauen.
2007–2010
KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main
Studentische Mitarbeit und Wettbewerbsbearbeitung während des Architekturstudiums. In dieser Zeit sammelte ich erste Erfahrungen in großen deutschen Architekturbürostrukturen und in der Bearbeitung komplexer öffentlicher und kultureller Bauaufgaben.
Wettbewerbe: Maintor, WinX, Historisches Museum Frankfurt, Neue Mitte Campus Lichtwiese Darmstadt, Erweiterung Sprengel Museum Hannover, u.a. zahlreiche weitere Projekte.
2011–2014
Just & Burgeff Architekten, Frankfurt am Main
Nach dem Diplom begann hier meine vertiefte Berufspraxis als Architekt. Die Arbeit umfasste Entwurf, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung und Objektüberwachung in unterschiedlichen Maßstäben — von Umbau und Wohnungsbau bis zu Wettbewerben und öffentlichen Bauaufgaben.
U5-Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße in Frankfurt am Main, Wohnhaus Guntersblum, Umbau Gemeindehäuser der Dreikönigsgemeinde, u.a. zahlreiche weitere Projekte.
Wettbewerb Retail – Hyundai Motor Europe Technical Center GmbH, Jul. 2011 , – 1.Platz
Wettbewerb MOBILE WC-ANGEBOTE IM GRÜNEN”, 2011 – 1.Platz
2014–2016
KANNjt Architekturbüro, Mainz
Gründung eines eigenen Planungsbüros gemeinsam mit einem Bauingenieur. Aufbauend auf mehrjähriger Erfahrung in Architekturbüros und Bauunternehmen entwickelten wir Raumkonzepte für die koreanische Community im Rhein-Main-Gebiet. Im Mittelpunkt stand die Verbindung koreanischer und deutscher Wohnkultur — übersetzt in eine zeitgemäße räumliche Sprache, die Funktion, Atmosphäre und Lebensqualität miteinander verbindet.
Umbau Haus Yoon in Sulzbach am Taunus, Haus Kim in Königstein am Taunus, Gebetsraum der evangelischen Thomaskirchengemeinde Mainz, etc.
2016-2023
Turkali Architekten, Frankfurt am Main
Langjährige Mitarbeit an Wohnungsbau, Gemeindebauten, Quartiersentwicklung und komplexen Neubauprojekten in unterschiedlichen Leistungsphasen. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von städtebaulichem Kontext, funktionaler Planung und räumlicher Qualität.
Internatsgebäude für das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Weiterstadt, Ökosiedlung Friedrichsdorf, Marienhof Oberursel, St. Nicolai-Gemeinde Frankfurt am Main, u.a. zahlreiche weitere Projekte.
Besondere Anerkennung: „Joseph-Maria-Olbrich-Plakette 2023“ des BDA Darmstadt für das Internatsgebäude in Weiterstadt (LPH 5-8).
2023–2024
Faerber Architekten, Mainz
Projektarbeit im Wohnungsbau, Bildungsbau und in Wettbewerben, insbesondere in den Leistungsphasen 2–5. Die Projekte vertieften meine Erfahrung in großmaßstäblichem Wohnungsbau, gefördertem Wohnungsbau und Bildungsarchitektur.
Neubau Mainz 05 mit Multifunktionsgebäude, Internat und Verbindungsbau, Burgunderviertel Trier — geförderter Wohnungsbau mit 66 Wohneinheiten, Heiligkreuzviertel Mainz.